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3.Oktober 2015

Rückblick – Alternatiba Straßenfest

Sonnenstrahlen blitzen durch die herbstlich gefärbte Krone einer alten Platane. Brasilianische
Rhythmen begleiten die akro­ba­tischen Bewegungen der Capoeira-TänzerInnen. Einige Besucher­Innen sitzen auf Bierbänken und schauen zu, irgendwo abseits wippt einer im Takt. Hier und da stehen ein paar Leute zusammen und reden, andere schauen sich die Infostände an. An einem Tisch sitzen Kinder, die Hände vollgeschmiert mit duftender Seifenmasse. Es ist ein idyllisches, beinahe kitschig-harmoni­sches Bild, das sich an diesem Nachmittag des 3. Oktober 2015 am Wiener Karlsplatz bietet. „Alternatiba – gemeinsam für das gute Leben“ steht in grünen Buch­staben auf einem Stofftransparent an der Bühne geschrieben.

 

Wege aus der Klimakrise

„Alternatiba war eine sehr schöne Veranstaltung, die eine große Vielfalt verschiedener Initiativen und ein buntes Publikum zusammengebracht hat. Die Live-Musik, gutes Essen und viele tolle Workshop-Angebote haben für eine ausgelas­sene, familiäre Stimmung gesorgt“, sagt Timna Sandbichler. Gemeinsam mit einem Team freiwilliger HelferInnen und mit Unterstützung mehrerer Organisationen organisierte die BOKU-Studentin das „Fest der Alternativen“ und brachte damit eine europaweite Bewegung mit französischen Wurzeln nach Wien.

Im Hinter­grund der heiteren Veranstal­­­­tung steht ein ernstes The­ma: Der vom Menschen verursachte Klimawandel. Im Dezember 2015 wird bei der UN-Klimakonferenz COP 21 über ein Nachfolgedokument zum Kyoto-Proto­koll verhandelt. Doch politische Entscheidungen seien schwierig und langwierig, so die Meinung der Mitwirkenden. Deshalb brauche es Initiativen in der Bevölkerung, die dem Klima­wandel mit effektiven und umsetzbaren Ideen begegnen.

Etwa drei Dutzend Organisationen von Attac über Finance & Trade Watch und die „Free Software Foundation“ bis zur Wiener Tafel zeigten mit Infoständen und Workshops Wege aus der Klimakrise, die zu einer lebenswerten Zukunft für alle führen sollen. “System Change, not Climate Change!” war dabei ein wichtiges Motto. „Es braucht Feste wie Alternatiba, weil wir viel zu selten den Blick auf die positiven Dinge im Leben richten. Die vielen tollen Initiativen, die an einem solidarischen und ökologischen Zusammenleben arbeiten, gehören auch einmal gefeiert“, fasste Timna Sandbichler zusammen.

Bild vom Alternatiba-Straßenfest in Wien

Mehr Informationen

www.alternatiba.at
facebook.com/alternatibaWien