Viele Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund organisieren und unterstützen den People’s Climate March Wien. Wenn auch Sie uns ein Unterstützungsstatement schicken wollen, wenden Sie sich per E-Mail an uns.


Unterstützer*innen

Aiko Kazuko Kurosaki
OBRA – One Billion Rising Austria

Klimaschutz ist wichtig, nein, ist dringend notwendig! Wir dürfen nicht schweigend zulassen, dass uns einige Wenige aus Gier und Profitsucht Mensch und Tier die Lebensgrundlage auf diesem Planeten zerstören – es geht ganz simpel um die Existenz vom Leben auf der Erde!

 

Alexandra Strickner
Attac Österreich & TTIP-Stoppen-Plattform

Für uns in Österreich mag sich der Klimawandel mit wärmeren Wintern oder 25 Grad im März derzeit noch gut anfühlen. Für viele Menschen vor allem im Globalen Süden, bedeutet der Klimawandel bereits Chaos und Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Mehr denn je müssen wir unsere Wirtschaft umgestalten – weg von der Nutzung fossiler Energie. Mehr denn je haben wir alle dort wo wir sind die Verantwortung unseren Beitrag zu leisten, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen – durch den Aufbau von zukunftsfähigen Alternativen und den Widerstand gegen Projekte und Politiken, die Klimawandel befördern. Deshalb ist es wichtig am 29. April auf die Strasse zu gehen. Deshalb ist es wichtig jetzt und nach dem 29. April aktiv zu werden.

 

Benedikt Becsi
Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit, Universität für Bodenkultur Wien

Der Klimawandel wirkt sich auf praktisch alle unserer Lebensbereiche aus. Ob es um unsere Gesundheit, Ernährung, Energieversorgung, unsere Ökosysteme oder um die Wirtschaft geht: die Veränderungen, hervorgerufen durch unseren Eingriff in die Zusammensetzung der Atmosphäre, sind bereits heute spürbar.
Und die Wissenschaft sagt uns, in den letzten Jahren mit zunehmender Deutlichkeit und Gewissheit, dass diese Veränderungen nur ein kleiner Vorgeschmack dessen sind, was uns ab Mitte des Jahrhunderts bei ungebremster Entwicklung unserer Emissionspfade erwartet. In Paris haben diese Erkenntnisse zum ersten weltweiten Abkommen über die Eindämmung der globalen Erwärmung geführt.
Allein, ein Abkommen ist nicht mehr als eine Leitlinie, und niemand kann die Staaten zur Umsetzung zwingen. Hier kommt die Zivilcourage, die Verantwortung des Einzelnen als Teil der Gesellschaft, ins Spiel: Zeigen wir unseren EntscheidungsträgerInnen, dass wir die Umsetzung dieser Ziele in Österreich fordern! Dass es nicht nur um Emissionsobergrenzen, Zertifikatehandel, Energieeffizienz, um die „klima-smarte“ Wiederholung und Eintiefung bisheriger Strukturen geht, sondern um unsere Gesundheit, unsere Böden und Ökosysteme, die Lebensgrundlagen der heute lebenden, aber vor allem der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Planeten.

 

Bernhard Hohmann
Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung

Jede aktuelle Klimaschutzstrategie orientiert sich nach wie vor am Wachstumsparadigma. Bereits 1972 in „The Limits to Growth“ wurde das einleuchtende Ergebnis publiziert, dass unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten nicht möglich ist. Aus diesem Grund ist ein Systemwandel, weg vom Wachstum und hin zu mehr Suffizienz notwendig, wobei weniger Konsum auch mehr Lebensqualität bedeuten kann. Dies wird bereits von vielen lokalen Initiativen vorgezeigt und sollte uns ermutigen aktiv für einen Systemwandel einzutreten.

 

Brigitte Reisenberger
FIAN Österreich

„Die Klimakrise ist die Folge unseres Wirtschaftssystems. Rein marktbasierte oder technische Scheinlösungen wie Emissionshandel, REDD+, Climate Smart Agriculture, oder die groß angelegte Produktion von Agrartreibstoffen verschärfen die Klimakrise nur und führen allzu oft zu Vertreibung und Hunger im Globalen Süden. Das Menschenrecht auf Nahrung und Wasser, agrarökologische Landwirtschaft und Ernährungssouveränität sind echte Lösungsansätze für einen Systemwandel – dafür müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen!“

 

Christiane Brunner
Umwelt-, Energie-, Klima- und Tierschutzsprecherin, Die Grünen

Der Klimavertrag von Paris bedeutet: das Zeitalter der fossilen Energie ist zu Ende! Generationen von UmweltschützerInnen haben für diesen Klimavertrag gekämpft, jetzt ist es an uns allen, ihn auch umzusetzen. Der österreichische Nationalrat hat im Juli 2016 den Klimavertrag ratifiziert, damit hat er in Österreich Rechtsgültigkeit. Seither wurde aber keine einzige Maßnahme zur Umsetzung dieses Klimavertrags gesetzt. International ist die Dynamik jedoch hoch. Ich beobachte, dass von Klimakonferenz zu Klimakonferenz mehr Unternehmen mit Lösungen vertreten sind. Es gibt viele Beispiele aus allen Teilen der Erde die zeigen, dass die Energiewende rollt. Diejenigen, die vorne dabei sind, werden auch wirtschaftlich profitieren. Ich bin überzeugt: Kein Land ist so gut aufgestellt, die Energiewende zu schaffen und den Klimavertrag umzusetzen wie Österreich. Wir haben die Ressourcen, das Know how, die Technologien und das Kapital, was fehlt ist der politische Wille. Die österreichische Klima- und Energiepolitik braucht also dringend Rückenwind. Ich freue mich daher sehr über den Climate March und bedanke mich bei allen OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen. Ich werden den Schwung des Climate March ganz sicher ins Parlament mitnehmen!

 

David Steinwender
Transition Austria

Systemwandel bedeutet für mich, dass die Zivilgesellschaft beginnt, gesellschaftliches Miteinander und alles was dazugehört auf solidarische Weise neu zu denken und auch zu praktizieren; aber nicht zu warten, bis von anderen etwas ausgeht.“

 

Doris Berghammer
Südwind Wien

Viel zu oft wird Klimapolitik hinter wirtschaftliche und politische Interessen gestellt. Kurzfristige Maßnahmen lassen sich besser verkaufen als ein langfristiges Umdenken. Echte und vor allem solidarische Klimapolitik zu fordern sollte allen Menschen ein Anliegen sein, denn die Natur ist die Grundlage allen Lebens. Zerstören wir diese nachhaltig, nehmen wir uns und unseren Kindern diese Lebensgrundlage weg. Der Climate March ist eine großartige Möglichkeit seine Stimme öffentlich zu machen und gemeinsam mit vielen anderen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft für ALLE einzutreten.

 

Eric Veulliet
Obmann der „KlimaSchützen“

Wer in Klimaschutz investiert, investiert in den Schutz der Menschen, unseres Lebens- und Wirtschaftsraums sowie unseres Wohlstandes und Friedens.

 

Florian Maringer
Interessengemeinschaft Windkraft Österreich

Wir leben in einer Zeit der Empörung. Es werden viele Ängste geschürt und in diesem ganzen empören und fürchten geht unter, dass wir uns eigentlich einer Herausforderung stellen sollten die abstrakter ist als das, was uns täglich medial um die Ohren fliegt: der Klimawandel. Ein abstraktes Problem mit komplexen Auswirkungen und unglaublich komplexen Auslösern – im Wesentlich jedoch entgrenztes menschliches Verhalten. Allerdings sollten wir nicht nur „gegen“ etwas auf die Straße gehen und zeigen, dass uns dieses Problem am Herzen liegt. Wir müssen vor allem „für“ etwas auf die Straße gehen. Dafür, dass sichtbar wird, dass man sich dem stellen möchte und die Herausforderung annimmt. Dass es außerhalb der täglichen Empörungslandschaft auch Menschen gibt, die lösen wollen und nicht nur anklagen. Auch wenn die Lösungen komplexer sind als die üblichen Zyniker sie gerne hätten. Egal ob dritte Piste, mangelnde Ökostromerzeugung oder fehlender öffentlicher Verkehr. All das lässt sich auch im Positiven lösen wenn man nicht in alten Denkweisen verharrt, sondern neue Lösungen sucht.

 

Hanns Moshammer
MedUni Wien, Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin

Ich unterstütze den „Climate March“, weil es gerade jetzt notwendig ist, dass die Zivilgesellschaft aufzeigt und sich nicht mehr von einer kurzsichtigen Politik bevormunden lässt. Als Umweltmediziner weiß ich um die vielfältigen Gefahren für die Gesundheit, die der Klimawandel mit sich bringen kann, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Ich weiß aber auch um die großen möglichen Vorteile und den gesundheitlichen Nutzen, wenn eine vernünftige und nachhaltige Klimapolitik betrieben wird.

 

Janine Wurzer
WIDE – Entwicklungpolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

Klimagerechtigkeit ist auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit. Frauen in Ländern des globalen Südens kämpfen oft besonders mit den Folgen des Klimawandels und haben weniger Ressourcen, um negative Folgen abzufedern. Die österreichische Regierung muss sich deshalb entschlossen für Klimagerechtigkeit einsetzen und endlich politische Weichen für eine massive Reduktion der Treibhausgase in Österreich stellen.

 

Katherine Dolan
ARCHE NOAH, Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung

Bei ARCHE NOAH arbeiten wir für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt. Der Klimawandel stellt einen wesentlichen Grund dar, warum diese Vielfalt nicht nur schön, interessant und schmackhaft, sondern auch sehr wichtig ist: Wir werden in der Zukunft neue Getreide, Gemüse, Obst und Wein Sorten brauchen, die an geänderte klimatische Bedingungen angepasst sind. Dafür werden wir auf die genetische Vielfalt von alten und regionalen Sorten zurückgreifen müssen, um diese neuen Sorten zu entwickeln. Die Herausforderung ist immens. Events wie der Climate March sind daher von großer Bedeutung, weil sie Politiker auffordern die Herausforderungen der Klimapolitik nicht zu ignorieren, sondern jetzt Maßnahmen zu ergreifen.

 

Helga Kromp-Kolb
Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, Universität für Bodenkultur Wien

Mit dem Inkraftreten des Pariser Klimaabkommens ist weltweit Bewegung in die Klimapolitik gekommen. China wird zu einer treibenden Kraft im Klimaschutz, der amerikanische Präsident kann im eigenen Land die Entwicklung nicht aufhalten, Städte erstellen eigene, ambitionierte Klimaziele, Firmen und Gewerkschaften drängen auf einen koordinierten Umstieg auf erneuerbare Energien, in der Versicherungs- und sogar in der Finanzwirtschaft werden Stimmen zum Ausstieg aus fossilen Energien laut. Weltweit fällen unabhängige Gerichte Urteile zugunsten des Klimaschutzes. Die Zivilgesellschaft darf jetzt nicht locker lassen, denn mit den Erfolgen wächst auch der Widerstand. Weltweit koordinierte Aktionen sind besonders wichtig – sie setzen global und national Zeichen und ermutigen jene, die die Notwendigkeiten der Zeit erkannt haben und handeln wollen!

 

Ika Darnhofer
Institut für Agrar- und Forstökonomie, Universität für Bodenkultur Wien

Mir ist es wichtig, meinen Beitrag zur Senkung der Emission von Treibhausgasen zu leisten. Die Konsumorientierung unserer westlichen Gesellschaft ist weder ökologisch nachhaltig noch sozial verträglich. Durch unsere Kaufentscheidungen aber auch als Bürger*innen sind wir alle aufgerufen unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Jede*r von uns trägt die Verantwortung für die Zukunft unseres Planetens und für die Gestaltung einer lebenswerten, fairen, offenen Gesellschaft.

 

Ira Mollay
Die Mutmacherei

Die wichtigste Grundlage für unser Leben auf der Erde ist unsere Atmosphäre. Sie verbindet und vereint uns alle. Sie ist unser Lebenserhaltungssystem, unsere Rettungsweste, unsere Herz-Lungen-Maschine. Unsere Atmosphäre zu schützen und in unserem eigenen Interesse gesund zu erhalten ist unsere höchste Verantwortung. Nur gemeinsam können wir es schaffen, den Klimawandel einzudämmen. Beim Climate March können wir die Politik auffordern, endlich zu handeln und die COP 21-Ziele umzusetzen. Das ist heute wichtiger und dringender als je zuvor. Let’s march!

 

Johannes Wahlmüller
Global 2000

Die globale Erwärmung ist die größte Bedrohung des Lebens auf unserem Planeten, der wir heute gegenüberstehen. Die Ärmsten, die am wenigsten zum Problem beitragen, werden am stärksten betroffen sein, deshalb ist es auch eine der größten Ungerechtigkeiten. Eine Welt in Frieden und Wohlstand ist mit dem derzeitigen fossilen Energiesystem nicht vereinbar. Wir müssen deshalb dagegen aufstehen, wenn Menschen wie Trump wieder zurück zu Öl, Gas und Kohle wollen. Und wir müssen auch in Österreich einfordern, dass wir aus fossiler Energie aussteigen und auch die Bundesregierung den schönen Worten Taten folgen lässt. Dazu gehört ein Ausstieg aus Öl beim Heizen, ein verbessertes Ökostromgesetz, das mehr Ausbau bringt und eine ambitionierte Energie- und Klimastrategie, die den Weg aus fossiler Energie aufzeigt.

 

Liesbeth de Schutter
Intitute for Ecological Econmics, Wirtschaftsuniversität Wien

Climate change is neither a problem for nature nor for the economy as such, it is principally a social problem as it affects all of us and in particular the most vulnerable with the least capabilities to adapt. The Climate March is a symbol of that solidarity which I am happy to take part in.
Climate change is a mirror of our lifestyle, it shows that the consumerist lifestyles in Western societies are not sustainable. To live with that knowledge does not make me very happy. Trying to change the bad parts of my lifestyle, and to engage with family, friends and colleagues in doing so, fulfils a need to care about others and about my relation with nature.
Economic agents are implementing low carbon solutions in the hope to safeguard both the planet and the current consumerist paradigm. However, sustainable production has little to add if we, i.e. the most developed regions, don’t manage to consume more sustainably. Sustainable consumption means focusing on consumption that fulfils fundamental human needs. It also means that overconsumption and hedonic consumption (i.e. to maximise pleasure) need to include the costs of environmental risks and impacts related to climate change or, better, that climate change is mitigated by effective consumption oriented measures.

 

Melanie Pichler
Institut für Soziale Ökologie, Alpen Adria Universität

Die Diskussion um die 3. Piste am Flughafen Schwechat zeigt einmal mehr, dass es ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis für eine umfassende Klimapolitik braucht, damit nicht weiterhin Arbeitsplätze und Wirtschaftsinteressen gegen Klimaschutz ausspielt werden. Fragen des Klimaschutzes sind immer auch soziale Fragen und können deshalb nur gemeinsam behandelt werden. Das bedeutet allerdings die Infragestellung jahrzehntelanger Gewissheiten zu Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum und der Sicherung von Arbeitsplätzen. Für diese Auseinandersetzung braucht es möglichst viele Menschen, die sich einbringen und ihre Anliegen auf die Straße tragen.

 

Patrick Scherhaufer
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik

Protest ist ein wichtiges und legitimes Mittel, sich aktiv an der gesellschaftlichen Weiterentwicklung zu beteiligen. Auf die Straße gehen, sich für etwas einsetzen, mit Herz und Verstand sich einer Sache widmen – ich denke, das sind zivilgesellschaftliche Tugenden die eine Renaissance verlangen. Nicht überlegen, ob es besonders effektiv ist, am People’s Climate March in Wien teilzunehmen, sondern Protest als einen Baustein vielfältiger Partizipationsmöglichkeiten sehen. Denn viele wichtige Anliegen brauchen Stimmen, die nicht nur medial sondern insbesondere im öffentlichen Raum artikuliert werden müssen.

 

[sic!] – students‘ innovation centre 

Klimawandel, Umweltverschmutzung und die damit einhergehenden sozialen und ökologischen Probleme, stellen die großen Herausforderungen dieser und der nächsten Generationen dar. Das [sic!] – students‘ innovation centre nimmt sich dieser Probleme an und versucht diese durch sein Handeln zu bewältigen. Ökologische und nachhaltige Projekte, Initiativen und Unternehmen sind für uns ein Grundpfeiler einer engagierten Zivilgesellschaft. Der Climate March repräsentiert einen Teil dieser aktiven Zivilgesellschaft. Deswegen unterstützt das [sic!] diese Initiative und ruft alle auf dabei zu sein! Denn die Zukunft steht auf dem Spiel!

 

die umweltberatung

Für den Klimaschutz ist rasches Handeln gefragt, und wir alle können etwas dazu beitragen – beim Climate March genauso wie im täglichen Leben. Deshalb motiviert „die umweltberatung“ zum Klimaschutz im Alltag.

 

Willi Haas
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Eigentlich macht es mich zunächst einmal sprachlos, wenn gewählte PolitikerInnen im 21. Jahrhundert hinter die Aufklärung des 18. Jahrhunderts zurückfallen. Wenn Erkenntnisse, die mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden und nach dem kritischen Hinterfragen von Peers zur Seite gewischt werden. Wenn zwanghaft und anscheinend ohne Skrupel versucht wird, eine komplex anmutende Welt so zu vereinfachen und zu verbiegen, dass es nicht mehr um Verstehen, sondern um die Erfüllung eigener Wunschvorstellungen geht. Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit auf Dauer solchen Vorstellungen folgt, zumal das Ignorieren solcher Vorstellungen langfristig gerade jenen am Kopf fällt, die heute schon zur Mehrheit der Benachteiligten gehört. Aber, dass solche Positionen so breite Zuwendungen finden, liegt wohl auch daran, dass sich die Politik nahezu weltweit von den Problemen der Mehrheit entfernt hat und die zunehmende Selbstzentriertheit zu einem Vertrauensverlust der WählerInnen geführt hat.

Warum ich auf die Straße gehe? Das Attackieren der Aufklärung ist inakzeptabel und dem 21. Jahrhundert unwürdig. Wer das tut, muss sich auf die vehemente Opposition von uns allen gefasst machen. Und wir brauchen wieder eine entschiedene und von Marktinteressen emanzipierte Politik, die das Allgemeinwohl vor gut belegten Gefahren schützt. Dafür gehe ich zum People’s Climate March in Wien.

 

Wolfgang Rehm
Umweltorganisation VIRUS

Klimawandel ist nicht abwählbar. Einer Entscheidung zugänglich ist lediglich, ob entschlossene Schritte gesetzt werden, den Ausstoß von anthropogenen Treibhausgasen zurückzufahren, oder es sein zu lassen. Weise ist die ignorante Untätigkeit allerdings nicht. Die nur scheinbar kleinen Temperaturerhöhungen haben, da es sich um globale Durchschnittswerte handelt, große Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen des gesamten Planeten.
Nach Toronto und Kyoto ist das Klimaabkommen von Paris Chance, endlich aufzubrechen – wohl die letzte. Und Österreich? Umweltmusterland war vorgestern, stattdessen wurden 1995 in Kyoto „wasserkrafttrunken“ erst 25 % Emissionsreduktion propagiert, dann 13 % zugesagt. Reduziert wurde aber gar nichts, im Gegenteil. Zwischen 1995 und 2012 (und danach) lagen die Emissionen immer über dem Ausgangsniveau, um bis zu 35% über dem Kyoto-Ziel und wurden kumuliert rd. 227 Mio Tonnen CO2- Äquivalente zuviel ausgestoßen. Hauptgrund für das Versagen: Die Untätigkeit beim Verkehr. Nach der Ratifikation von Paris hieße es daher für Österreich überhaupt erst zu beginnen, gilt doch: „besser spät als nie“. Nach der Flughafenentscheidung ist offensichtlich: Österreichs Politik will nach wie vor keine wirksamen Maßnahmen ergreifen, stattdessen weiter „Wachsdumm as usual“. Zeit, mit dem Climate March in Wien, weltweit koordiniert ein erstes von vielen Zeichen zu setzen.

 


Unterstützungsvideos

Adam Pawloff
Greenpeace Österreich

 

 

Einige der Organisator*innen des People’s Climae March über ihre Motive