Am 28. Mai haben wir mit vielfältigen Aktionen erfolgreich gezeigt, dass wir den Bau des Klimakillers Lobau-Autobahn verhindern werden!

Los ging der Aktionstag um 13 Uhr mit einer angemeldeten Demo, organisiert von einem breiten Bündnis, dem neben „System Change not Climate Change!“ auch Fridays for Future, Extinction Rebellion, Platz für Wien und eine Vielzahl an Bürger:inneninitiativen angehörten. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich vor der Industriellenvereinigung, einer der aktivsten Vertretungen der Autolobby, und zogen danach über den Ring, um auch anderen Befürworter:innen dieses Projekts, wie der Betonkoalition Rot-Pink, der Wiener SPÖ & der ASFINAG einen Besuch abzustatten.

„Die Bundesregierung und die Stadt Wien, die ASFINAG und die gesamte Autolobby mit WKO und IV treiben trotz eskalierender Klimakrise das nächste große Klimakiller-Projekt Österreichs voran: die Lobau-Autobahn und ihre Zubringerprojekte. Die Lobau-Autobahn steht für eine rückwärtsgewandte Verkehrspolitik, für die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und die Fortsetzung von kapitalistischer Ausbeutung und Wachstumszwang.“

Laura Grossmann, Sprecherin bei „System Change not Climate Change!“

besetzte Aspernbrücke und Auto-Boote

Mehr Fotos vom Aktionstag findet ihr hier.

Um 14 Uhr starteten dann über 150 Aktivist:innen in den ungehorsamen Teil des Aktionstags. Mit Bannern im Design von Autobahnschildern, welche von verschiedenen Brücken über dem Kanal hingen und als Autos verkleideten Schlauchbooten wurde der Donaukanal zur Autobahn umgewandelt. Teilweise seilten sich Aktivist:innen mit den Bannern gemeinsam von Brücken ab und erschwerten der Polizei dadurch die Räumung und frühzeitige Entfernung des Aktionsbildes. Zeitgleich blockierte ein Großteil der Aktivist:innen die Aspernbrücke und stellte sich symbolisch den Baggern in den Weg: Mit einem aus Holz nachgebauten Bagger und anderen technischen Hilfsmitteln wie Lock-ons, welche an Hochbeeten befestigt waren sowie einem Tripod konnte auch diese Blockade den Nachmittag über aufrechterhalten werden.

Neben Musik, Gesang und Tanz wurde an diesem Tag viel Aufmerksamkeit auf das zerstörerische Bauprojekt gelenkt, informiert und diskutiert (mehr Infos zum Protest gegen die Lobau-Autobahn auch bei uns hier und bei #Lobaubleibt hier.  Viele der vorbeigehenden Passant:innen wurden durch die Aktion auf das Thema aufmerksam und zeigten Interesse und Solidarität. Auch in den Medien wurde der Aktionstag und die Kritik am Autobahnprojekt vielfach aufgegriffen (Pressespiegel).

Als längst veraltetes Bauvorhaben stehen die Lobau-Autobahn und ihre Zubringerprojekte einer sozial gerechten und ökologisch zukunftsfähigen Mobilitätswende im Weg und müssen sofort gestoppt werden! Diese Aktion war ein erfolgreicher Auftakt in ein widerständiges Jahr 2021. Denn eines ist eines klar: Wir werden wiederkommen und uns dem Baustart mit unseren Körpern in den Weg stellen! Wenn Politik & Autolobby in Zeiten der Klimakrise weiter an diesem Wahnsinnsprojekt festhalten, dann machen wir gemeinsam die Lobau zu einem Hainburg 2.0!

Aktionstag: Lobau-Autobahn stoppen
System Change, not Climate Change!