Am 31. Jänner haben wir das Klima auf der Straße verhandelt. Mit unseren Körpern blockierten wir den gesamten Vormittag erfolgreich die Zufahrten des Magna Autowerks südöstlich von Graz. Wir stellten uns der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen friedlich entgegen. Das war der Start der Verkehrswende von unten!

Mit einer Sitzblockade und technischen Hilfsmitteln blockierten wir die Zufahrten auf der Liebenauer Hauptstraße 317 und am Kreisverkehr Fuchsenfeldweg und hinderten dadurch LKWs, die mit Autos und Autoteilen beladen waren am Ein- und Ausfahren. Unser Protest richtete sich ausdrücklich nicht gegen die in der Magna beschäftigten Arbeitnehmer*innen, sondern forderte eine Abkehr vom Produkt „Auto“, das angesichts der Klimakrise keine Zukunft hat. Wir fordern zukunftsfähige Jobs für die Mitarbeiter*innen der Magna! Denn es gibt keine Arbeit auf einem toten Planeten.

31.01. Magna Blockade Graz

Großkonzerne wie Magna befeuern Klimachaos

Der Klimakiller Magna produziert vor allem besonders teure, große und dadurch umso zerstörerische Neuwägen. In der riesigen Fabrik bei Graz produzierte der Konzern für BMW, Mercedes, Jaguar und Toyota allein im ersten Halbjahr 2019 mehr als 88.000 Luxusautos. Großkonzerne wie Magna heizen nicht nur mit ihrer Produktion Klima- und soziale Krisen direkt an. Durch ihre engen Verflechtungen und Einfluss auf die Politik zementieren sie den Status Quo weiter ein und entziehen sich immer wieder der Verantwortung gegenüber Mitarbeiter*innen und Gesellschaft. Zuletzt wollte Magna sogar vor minimalen politischen Maßnahmen wie einer CO2-Steuer fliehen und drohte mit einer Verlegung des Standorts. Damit würde Magna die Kündigung von Tausenden Arbeitnehmer*innen in Kauf nehmen.

Gerechte Übergänge

Anstatt im Namen des Profits die Zukunft an die Wand zu fahren, müssen Konzerne wie Magna demokratisch organisiert werden. Die Mitarbeiter*innen, aber auch wir alle, die mit den Klimakiller-Autos auf unseren Straßen leben müssen, sollen entscheiden, was von Riesenkonzernen wie Magna produziert wird. Wir fordern, dass Autos aus den Fabriken und von den Straßen verschwinden. Die Automobilindustrie muss ihre Produktion umstellen: Der Bau von spritfressenden Neuwägen, die die Erderhitzung befeuern, muss gestoppt werden. Stattdessen braucht es Know-How und Engagement der Arbeitenden, um angesichts der Klimakrise sinnvolle Produkte herzustellen, wie Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr, Fahrräder und erneuerbare Energietechnologien. Diese Produkte spielen eine wichtige Rolle für eine dringend notwendige, zukunftsfähige Fortbewegung: mit gratis öffentlichem Verkehr, kostenlosem Zugang zu Fahrrädern und gut ausgebauter Infrastruktur für diese sanften Formen der Mobilität.

2020 – es ist Zeit aufzustehen

Es ist nicht möglich das Auto und das Klima zu schützen! Wir setzen dort an, wo die Regierungen versagen. Unter dem Motto #By2020WeRiseUp, wird die Klimagerechtigkeitsbewegung in ganz Europa und darüber hinaus den Systemwandel selbst in die Hand nehmen und Großkonzerne wie Magna zur Rechenschaft ziehen. Denn es gibt nichts zu verlieren, aber einen lebenswerteren Planten und eine gerechtere Zukunft für uns alle zu gewinnen. Es ist Zeit aufzustehen.

Unterstütze unsere Einsatz für Klimagerechtigkeit!

Wir alle arbeiten ehrenamtlich für System Change! Aber Aktionen wie #BlockMagna brauchen Material, Essen und einen Soli-Topf für Repressionskosten. Unterstütze uns mit deiner einmaligen oder monatlichen Spende, unseren Einsatz für Klimagerechtigkeit fortzuführen!

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System Change not Climate Change
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Weitere Infos

 

Block Magna: Start der Verkehrswende von unten
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