13.März 2016

Von 4.-6. März 2016 trafen sich rund 60 Aktivist*innen der „System Change, not Climate Change“-Bewegung, um sich kennenzulernen und gemeinsame Pläne für dieses Jahr zu schmieden.

Am Freitagnachmittag, dem 4ten März, sind viele Wiener SCNCC Aktivist*innen mit einem Rucksack voller Hoffnungen und Ideen nach Linz gependelt, um gemeinsam mit Grazer, Linzer, Salzburger und anderen Aktivist*innen aus ganz Österreich einen gemeinsamen Fahrplan für dieses Jahr zu erstellen. Nach einem intensiven Wochenende voller Diskussionen, Vorträgen, Gesprächen und Gründungen von Arbeitsgruppen steht eines auf jeden Fall fest: Dieses Jahr wird sehr viel passieren.

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Das Cardijn Haus nahm uns sehr herzlich auf und nach dem wir mit Feuereifer unsere Quartiere bezogen haben ging es schon los mit einer spannenden Auftaktdiskussion zum Thema „Das Klima nach Paris: Strategien der globalen und österreichischen Klimabewegung nach der COP 21“ bei der uns Juliette Rousseau von Coaltion Climat per Skype persönliche Einblicke in die Arbeit der französischen sowie internationalen Klimabewegung vor und nach der Cop21 gewährte.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Christian Jessen von “Ende Gelände” aus Deutschland, Magdalena Heuwieser und David Horvath von “System Change, not Climate Change!” aus Österreich wurde über den Stand der Umwelt- und Klimabewegung in Österreich sowie über die geplante Aktion des zivilen Ungehorsams gegen Braunkohle in der Lausitz/Deutschland ) informiert.

Der Abend endete mit gemütlichen Gesprächen bei Speis und Trank und bei getanzter Vernetzung zu der Musik von Dj Plattenjoe.

Am nächsten Morgen während der Kennenlernspiele erkannten wir die Vielfalt unserer Hintergründe: Studierende im Umweltbereich, Jus-Absolvent*innen, Vertreter*innen von Bürgerinitiativen, der TTIP-Stoppen-Kampagne, Mitglieder von Senioren-Attac, Großeltern gegen Klimawandel, AgrarAttac, Nyéléni-Bewegung fürErnährungssouverenität, Protect Our Winters, Greenpeace, bis hin zu Interessierten und Aktiven im Bereich Menschenrechte, Naturschutz und Verkehr – alle waren dabei.

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Ziel des Tages war, die diesjährigen Ziele und Strategien der System Change Bewegung festzulegen. Nachmittags wurden verschiedene Problemfelder in Österreich aufgezeigt und diskutiert, um anschließend zu entscheiden, welches Thema sich für eine große Aktion im Herbst am besten eignen und von unseren gebündelten Kräften am meisten profitieren könnte. Vertreter*innen von Bürger*inneninitiativen plauderten aus dem Nähkästchen und brachten uns auf den neuesten Stand über den Ausbau der dritten Flugbahn in Wien-Schwechat, die Westringautobahn in Linz, die Aktionen zu „Rettet die Mur“ (Wasserkraftwerk in der Steiermark)und den Haschahof (Wien), wir erhielten Input über das aktive Kohlekraftwerk Mellach bei Graz, über das Thema Supermärktesowie über die Auswirkungen der Tierindustrie auf das Klima.

Die darauf folgenden Diskussionen wurden sehr interaktiv im Plenum bzw. in Kleingruppen geführt und wir einigten uns schließlich auf eine große Aktion, die im Herbst gegen die geplante Flughafenvergrößerung stattfinden soll, sowie die Unterstützung anderer Initiativen, wie dem Einsatz gegen die Westringautobahn in Linz. Auch Aktionen zur Bewusstseinsbildung zur SupermarktThematik wurde diskutiert.

Außerdem erfuhren wir gegenseitig viel über den Aufbau und die bestehenden Arbeitsgruppen von „System Change, not Climate Change!“ in Graz und Wien und erkannten begeistert, was in den letzten Monaten dieser jungen Bewegung schon alles entstanden ist.

Nach einem bombastischen Abendessen (an dieser Stelle ein riesen Dankeschön an die Volxküche Schmackofatz) ging es wieder ans diskutieren, tanzen und Freundschaften schließen.

Müde aber voller Motivation und Elan stürzten wir uns am nächsten Morgen ins Eingemachte. Es wurden neue Logistik-, Aktions- und Inhaltsarbeitsgruppen gegründet und wichtige Themen wie Finanzen und interne Kommunikation geklärt.

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Nach einer Feedbackrunde ging es wehmütig ans Aufräumen und während wir eifrig Email-Adressen und Telefonnummern austauschten wurde uns bewusst, was für ein produktives Wochenende hinter uns liegt.

Die Aktionsklausur war ein voller Erfolg und nur durch das unermüdliche Engagement der Orga-Gruppe und aller Helfer*innen möglich.

© zwei Wiener System Changerinnen

Sehr hörenswert ist auch dieser kurze Radiobeitrag: Unsere Klausur in 5 Minuten

Das war unsere „System Change“-Klausur
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