Veranstaltungsreihe Herbst 2017:

Kämpfe ums Klima! Brennpunkte sozial-ökologischen Wandels

Die Klimakrise spitzt sich zu: Das haben heuer bereits die Hitzewellen des Sommers, die zerstörerischen Stürme in der Karibik und den USA und die Überflutungen während des Monsuns in Südasien bewiesen.

Rund um den diesjährigen Klimagipfel COP 23 organisiert „System Change, not Climate Change!“ zusammen mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie weiteren Instituten und zivilgesellschaftlichen Organisationen sechs Podiumsdiskussionen. Es geht um das Gestern, Heute und Morgen der österreichischen Ökologiebewegung und um zentrale Brennpunkte im Einsatz für Klimagerechtigkeit.

Wir diskutieren mit Vertretern*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaft und Wirtschaft die verschiedenen Perspektiven – denn was es braucht ist eine vertiefte Debatte: darüber, wie wir unsere Mobilität und unser Energiesystem neu organisieren, wie wir gerechte Übergänge gestalten können und wie die notwendigen nächsten Schritte aussehen müssen, wenn „System Change, not Climate Change!“ unser Ziel ist.

1. Von Hainburg bis zur 3. Piste. Die Öko-Bewegung in Österreich

DI 10.10.2017 18.30-20.00
Ort: Hörsaal III NIG Erdgeschoß, Uni Wien, Universitätsstraße 7

Schon vor Jahrzehnten stoppten erfolgreiche Bewegungen das Atomkraftwerk Zwentendorf und das Wasserkraftwerk Hainburg in den Donauauen. Umweltschutz wurde endlich zum politischen Thema. Auch heute gibt es Widerstand gegen große Infrastrukturprojekte, die das Klima anheizen oder Auwald zerstören. Welche Ähnlichkeiten, welche Unterschiede gibt es? Was können die heutigen Bewegungen von damals lernen?

Mit uns diskutieren:

  • Mira Kapfinger (System Change, not Climate Change!“
  • Wolfgang Rehm (Virus Umweltbureau)
  • Peter Weish (Forum Wissenschaft & Umwelt)
  • Aktivistin gegen das Grazer Murkraftwerk
  • Moderation: Peter Krobath (freier Journalist)

Gespräch im Anschluss: Wie kann ich aktiv werden?

https://www.facebook.com/events/134576423831885

 

2. Das Klima nach der Wahl. Autoritäre Wende statt Energiewende?

DI 17.10.2017 19.30-21.00
Ort: Hörsaal III NIG Erdgeschoß, Uni Wien, Universitätsstraße 7

Die österreichische Politik steht mit der Nationalratswahl am 15. Oktober vor einem Umbruch. Es drohen Sozialabbau, die Aushöhlung von Menschenrechten – und Rückschritte in der Umweltpolitik. Dazu kommt, dass ökologische Themen im Wahlkampf kaum eine Rolle spielten und FPÖ und ÖVP Klimawandelleugner in ihren Reihen haben. Was können wir dem aktuellen Klima-Backlash und der drohenden autoritären Wende entgegensetzen?

Mit uns diskutieren:

  • Ulrich Brand (Internationale Politik, Uni Wien)
  • Laurenz Ennser-Jedenastik (Wahlforscher, Institut für Sozialwissenschaften)
  • Benedikt Narodoslawsky (FALTER)
  • Adam Pawloff (Greenpeace)
  • Moderation: Melanie Pichler (Soziale Ökologie, Universität Klagenfurt)

https://www.facebook.com/events/572955569762292

 

3. Der schwere Abschied von Diesel & Co. Wie wir unsere Mobilität neu organisieren müssen

Fr 27.10.2017 18.30-20.00
Ort:HS II NIG Erdgeschoß, Uni Wien, Universitätsstraße 7

Der Dieselskandal erschüttert die Autowelt, die so fest hinter dem Steuer saß. Noch ist unklar, ob die dadurch entbrannten aktuellen Konflikte zu einer progressiven Verkehrswende führen werden. Doch wie könnte diese aussehen? Sind elektronisierter Individualverkehr oder selbstfahrende Autos die Lösung? Es debattieren Vertreter*innen von Politik, Wirtschaft und NGOs über die Zukunft unseres Mobilitätssystems, deren Grundsteine wir jetzt legen müssen.

Mit uns diskutieren:

  • Ulrich Brand  (Internationale Politik, Uni Wien)
  • Markus Gansterer (VCÖ)
  • Stefan Krase (BMVIT)
  • Marianne Sturm (Arbeitskreis der Automobilimporteure)
  • Moderation: Josef Moussa (Internationale Politik, Uni Wien)

Gespräch im Anschluss: Wie kann ich aktiv werden?

https://www.facebook.com/events/276346419524005

 

4. Good COP – bad COP? Ergebnisse des Klimagipfels in Bonn

Mo 20.11.2017 18.30-21.00
Ort: Hörsaal 47 Hauptgebäude Uni Wien, 2.Stock, Stiege 8, Universitätsring 1

Die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) geht am 17. November zu Ende – ebenso wie die sie begleitenden zivigesellschaftlichen Proteste in Bonn und dem benachbarten rheinischen Braunkohlerevier. Haben Trumps womöglicher Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen, die Präsidentschaft eines sinkenden Inselstaats oder die zivilgesellschaftliche Kritik die internationale Klimapolitik beeinflusst? Wir ziehen Bilanz: Welche Veränderungen, welche Fortschritte und Rückschritte gibt es auf globaler Ebene zwei Jahre nach dem bejubelten Pariser Klimaabkommen?

Mit uns diskutieren:

  • Dorothee Häußermann (Anti-Kohle-Bewegung Ende Gelände)
  • Helmut Hojesky (BMLFUW)
  • Helga Kromp-Kolb (Klimaforscherin, BOKU)
  • Johannes Wahlmüller (GLOBAL 2000)
  • Moderation: Alina Brad (Internationale Politik, Uni Wien)

https://www.facebook.com/events/546623699010156

 

5. Grünes Fliegen – gibt es das?

DO 30.11.2017 18.30-20.00
Ort:Hörsaal II NIG Erdgeschoß, Uni Wien, Universitätsstraße 7

„Green Growth“ lautet die Hoffnung vieler Industriezweige. Ist weiteres ökonomisches Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen und Senken möglich? Die Flugindustrie meint: Ja. Sie plant ihre uneingeschränkte Expansion – aber  auf „nachhaltige“ Art und Weise. CO2-neutrales Wachstum ab 2020 lautet der Plan, der v. a. auf Agrartreibstoffe und Emissionskompensation setzt. Was hätte dies wiederum für Konsequenzen? Und gibt es CO2-Neutralität überhaupt? Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren die Frage, ob angesichts der Klimakrise Flugverkehr weiter wachsen darf

Mit uns diskutieren:

  • Magdalena Heuwieser (Finance & Trade Watch)
  • Sofia Rohner (Austrian Airlines)
  • Sigrid Stagl (Ecological Economics, WU)
  • Jakob Wiesbauer-Lenz (BMLFUW)
  • Moderation: Christoph Görg (Soziale Ökologie, Uni Klagenfurt)

https://www.facebook.com/events/147646225839515

 

6. Dritte Piste: Umwelt gegen Arbeitsplätze?

DI 05.12.2017 19.00-20.30
Ort: Hörsaal III NIG Erdgeschoß, Uni Wien, Universitätsstraße 7

In der Öffentlichkeit ist das Hauptargument für den Ausbau des Flughafens Wien-Schwechat die Schaffung neuer Jobs. Ohne große Infrastrukturprojekte und Wachstum keine Arbeitsplätze – so die Aussage. Die Anliegen von Industrie, Gewerkschaften und Umweltbewegungen scheinen hier oft im Widerspruch zueinander zu stehen. Doch ist es auch möglich, Arbeitsplätze und Umwelt nicht gegeneinander auszuspielen? Am Podium wird über Probleme und Möglichkeiten eines gerechten Übergangs (Just Transition) diskutiert – ein ökologischer Wandel, der nicht auf Kosten der Arbeiter*innen geht.

Mit uns diskutieren:

  • Roman Hebenstreit (vida)
  • Sylvia Leodolter (Arbeiterkammer)
  • Alexandra Strickner (Attac)
  • Michaela Leitner (System Change, not Climate Change!“)
  • Moderation: Christoph Görg (Soziale Ökologie, Uni Klagenfurt)

Gespräch im Anschluss: Wie kann ich aktiv werden?

https://www.facebook.com/events/283623688806276