Mobilitätswende Jetzt!

Mit der Kampagne #MobilitätswendeJetzt kämpft System Change, not Climate Change! für die Vision von Mobilitätsgerechtigkeit und einem autobefreiten Wien. Die Emissionen des Verkehrssektor sind seit 1990 um mehr als 70 Prozent gestiegen, Verkehr ist damit einer der größten Klimakiller in Österreich. Gleichzeitig sind Fragen von Gerechtigkeit und Demokratie eng damit verknüpft, etwa beim Blick auf die Verteilung von Raum in der Stadt. Oder bei der Frage, wer warum mit Coronageldern einen zerstörerischen Statusquo wiederherstellen kann. Widerstand gegen das System Auto wird damit zum lokalen Schauplatz des Kampfs für Klimagerechtigkeit.

Wien bietet schon heute gute Voraussetzungen, um den Besitz von Privatautos überflüssig zu machen, deshalb zielt unsere Kampagne auf Wien und sein Umland ab. Die sozial-ökologische  Mobilitätswende muss jedoch selbstverständlich auch den ländlichen Raum umfassen. System Change, not Climate Change! fordert ein ökologisches Mobilitätssystem, das demokratisch verwaltet wird und dem Gemeinwohl dient.

Unsere Ziele:

Auf dem Weg zu #MobilitätswendeJetzt, einer mobilitätsgerechten Stadt, haben wir uns vier Zwischenziele gesetzt:

1) Autobefreite Grätzl – Wohngebiete wieder zu Begegnungsräumen machen
2) Keine Corona-Staatshilfen für Klimakiller Auto  – keine weitere Manipulation durch Autolobbys und -konzerne
3) Keine neuen Schnellstraßen – die Vorbereitungen für die Lobau-Autobahn auf Eis legen und stattdessen klimagerechte Mobilitätslösungen für Pendler:innen schaffen
4) Just Transition – nicht nur das zukünftige Mobilitätssystem muss gerecht sein, sondern auch der Weg dahin – insbesondere für betroffene Arbeiter:innen

Mehr Informationen und Hintergründe zu unseren Forderung findest du in unserem Positionspapier

Autolobby ausbremsen!

Unsere #MobilitätswendeJetzt-Kampagne will den Finger in die Wunde unserer städtischen Mobilität legen: den Autoverkehr. Wir leisten Widerstand gegen ein Mobilitätssystem, das keine Zukunft hat. Unser Protest richtet sich also nicht gegen die einzelnen Autofahrer:innen, sondern gegen diejenigen, die aus Eigeninteressen dieses rückwärtsgewandte Mobilitätssystem aufrecht erhalten wollen. Dabei setzen sich die Akteure der Autolobby besonders rücksichtslos für den Erhalt des klimaschädlichen Systems ein und propagieren im besten Fall grüne Scheinlösungen wie E-Autos.

Durch Bündnisarbeit und gegenseitige Unterstützung verknüpfen wir unsere Kampagne auch mit jenen Graswurzelinitiativen, die für die Umsetzung der vielfältigen Alternativen eintreten und uns auf diese Weise unserer Vision einer mobilitätsgerechten Zukunft näher bringen. Dazu gehören die zahlreichen Grätzl-Vernetzungen, die für Verkehrsberuhigung und die Umgestaltung von Verkehrsräumen zu Lebensräumen eintreten und dabei wichtige Organisierungsarbeit leisten; genauso wie Fahrradfahrer:innen- und Fußgänger:innen-Initiativen, die visionäre Konzepte für stadtweite, nachhaltige Verkehrsinfrastrukturen ausarbeiten, sich für ihre Umsetzung stark machen und eine Demokratisierung der Verkehrsplanung einfordern. Des Weiteren gilt unsere Solidarität all jenen Initiativen, die sich gegen den Bau der Lobau-Autobahn und der 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat einsetzen. Außerdem solidarisieren wir uns mit allen antirassistischen Kämpfen für ‚Freedom of Movement‘ für alle Menschen.

Werde aktiv!

Wenn du dich in die Kampagne einbringen möchtest, schreibe gerne eine Mail an willkommen[at]systemchange-not-climatechange.at

Oder du kommst zu einer unserer Veranstaltungen und lernst uns dort gleich persönlich kennen. Diese findest du entweder in unserem Terminkalender oder auf Facebook.

Komm zum Aktionstag am 23. Oktober!

Der Sommer ist fast vorbei, doch im Herbst wird’s erst richtig heiß. Die Antwort der Regierung auf die Coronakrise hat gezeigt, dass auch von Türkis-Grün keine Klimagerechtigkeit zu erwarten ist. Im Gegenteil, während die AUA gerettet wurde ist die ÖBB von den Coronahilfen ausgeschlossen und ein paar Pop-Up Radwege und ‚Begegnungszonen‘ in Wien machen keine Mobilitätswende. Und machen wir uns nichts vor: Eine 30%-Reduzierung des Verkehrs im 1. Bezirk ist alles andere als #autofrei.

Uns reichts. Im letzten Jahr gab es mehr Demonstrationen, Petitionen und Initiativen für ein klimagerechtes Wien denn je, aber passiert ist viel zu wenig. Wir werden nicht abwarten, ob Landes- oder Bundesregierung sich dazu durchringen können, endlich ernst zu machen in Sachen Mobilitätswende. Angesichts der nahenden Klimakatastrophe ist keine Zeit mehr zu verlieren. Deshalb nehmen wir die Mobilitätswende jetzt selbst in die Hand. Wir schwingen uns am Freitag, 23.10, auf unsere Fahrräder und nehmen uns die Straße, um unserer Forderung nach einer Mobilitätswende Gehör zu verschaffen! Dabei werden wir nicht um Erlaubnis fragen, sondern unser Demonstrationsrecht nutzen.

Details findet ihr im Terminkalender!

Wir freuen uns auf dich!

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