Internationale Vernetzung:

Die Klimagerechtigkeitsbewegung wird immer stärker. Klimacamps sind ihr Kristallisationspunkt und ihr Herz. Wir kommen zusammen, um uns zu vernetzen, uns zu bilden, Aktionen zu setzen und Utopien praktisch erfahrbar zu machen. Massenaktionen werden auch 2018 wieder Höhepunkte darstellen und gleichzeitig wird die internationale Vernetzung mit einer gemeinsamen langfrstigen Strategie verstärkt. Eine Übersicht aller wichtigen Termine/Camps und Aktionen findet ihr hier !

Wenn ihr mit uns gemeinsam anreisen möchtet oder mehr wissen möchtet, schreibt einfach an info@systemchange-not-climatechange.at.

Zu den Planungen für eine gemeinsame Strategie bis 2020 gab es ein erstes Treffen beim Klimacamp in Wien (www.klimacamp.at) und alle Infos finden sich unter http://by2020weriseup.net.


Die folgenden Camps und Aktionen möchten wir euch besonders ans Herz legen!

Limity jsme my – Tschechisches Klimacamp (CZ) 27. Juni – 1. Juli 2018

Es ist höchste Zeit, auch in Tschechien Widerstand zu leisten. Vor zwei Jahren hat die Regierung die sogenannten Umweltbeschränkungen des Kohlebergbaus in Bílina aufgehoben, damit der staatliche Energiekonzern ČEZ weitere Millionen Tonnen Braunkohle verbennen darf. Private und staatliche Kohlefirmen bedrohen menschlichen Wohnraum, zerstören das Klima und die Gesundheit und verunstalten die wunderschönen Landschaften Nordböhmens. Und trotz großer Worte in Paris tun die Politker nichts dagegen.

Wir akzeptieren das nicht weiter! Inspiriert von mutigen Beispielen zivilen Ungehorsams der Break-Free-Bewegung 2016 Jahr, haben wir uns entschlossen zu handeln und der Kohleindustrie die Stirn zu bieten.

Mehr Infos hier und auf Facebook.

Wer mehr dazu wissen möchte, findet auch im am Klimacamps bei Wien  einen Programmpunkt  dazu. Möchtest du mit uns gemeinsam zum tschechischen Klimacamp fahren, schreib ein Mail an info@systemchange-not-climatechange.at.

Klimacamp in Polen (P) 18. – 22. Juli 2018

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die in verschiedenen Zusammenhängen politisch aktiv sind. Gemeinsam mit der lokalen Community wollen wir mit dem Camp die negativen Folgen der Kohleverstromung und ihre Alternativen sichtbar machen, über strukturelle Veränderungen für die Region diskutieren, Wissen und Erfahrungen austauschen sowie Pläne für weitere Aktivitäten entwickeln.

Während des ersten Camps werden keine Aktionen des zivilen Ungehorsames stattfinden. Diese Entscheidung trafen wir im Einvernehmen mit lokalen Aktivist*innen. Es soll trotzdem eine radikale und politische Veranstaltung sein. Wir wollen unterschiedliche progressive Bewegungen zusammenbringen, die sich für Klimagerechtigkeit und andere Formen sozialer Gerechtigkeit einsetzen. Wir möchten uns auch international stärker vernetzen und laden Menschen, die in anderen Ländern leben, ganz herzlich ein.

Das Programm wird aus Themen-Tagen bestehen. Diese sind: Tag der lokalen Communities, Tag der Arbeit, Tag der Solidarität, Tag der Selbstorganisierung und Tag der Alternativen. Die meisten Workshops, Impulsreferate und Exkursionen werden in polnischer Sprache geführt. Wir werden uns aber um Übersetzung für ausgewählte Programmpunkte bemühen.

Polen ist nach Deutschland der zweitgrößte Braunkohleproduzent in der Europäischen Union (EU). Die Tagebaue und Kraftwerke in der Region um Konin (Großpolen) gehören der privaten Aktiengesellschaft ZE PAK SA, dem zweitgrößten Braunkohleverstromer des Landes.

Die Braunkohletagebaue und Kraftwerke in der Region haben nicht nur auf die lokale Bevölkerung negative Auswirkungen, die von Lärm, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Zwangsumsiedlung betroffen ist. Als fünftgrößter CO2-Produzent der EU trägt Polen auch maßgeblich zum Klimawandel bei, der schon jetzt das Leben von Millionen Menschen, vor allem im globalen Süden zerstört. Dennoch wird Kohle politisch stark gefördert und spielt als „heimische“ Energiequelle eine wichtige Rolle auch in nationalistischen Diskursen. Die Klimagerechtigkeitsbewegung in Polen muss daher stärker werden. Das Klimacamp gibt dazu einen wichtigen Anstoß.

Seid dabei auf dem ersten Klimacamp in Polen!
Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns eine Mail (auch auf Deutsch): kontakt@obozdlaklimatu.org
Mehr Informationen findet ihr bald auf unserer Webseite. 

Klimacamp Lausitz (D) 28. Juli – 5. August 2018

Das Camp findet im Braunkohle-Revier, in der Nähe von Leipzig statt.  Hier baggert und verbrennt die MIBRAG klimaschädliche Braunkohle, die wie die LEAG zum tschechischen Konzern EPH gehört. Auch hier werden wir also konkret am Ort der Klima- und Umweltzerstörung unser Camp aufschlagen, um zu zeigen: Kohle, Öl und Gas müssen im Boden bleiben.

Auch die Degrowth Sommerschule wird bei Leipzig stattfinden. Von 3. bis 5. August werden außerdem ungehorsame Aktionen gegen Kohle stattfinden.
Infos unter http://kohleersetzen.blogsport.eu/.

Mehr Infos hier und auf Facebook.

Climate Games und Klimcamp Basel (CH), 3. – 13. August

In Basel findet dieses Jahr wieder ein Klimacamp (von 3. bis 13. August) und Aktionstage (am 10. und 11. August) statt. Geplant ist dabei auch eine Massenaktion am Ölhafen sowie die Climate Games Basel. Alle Infos und Rückblicke auf die Climate Games in Basel 2017 findet ihr hier.

Klimacamp im Rheinland (D) 11. – 22. August 2018

Dieses Jahr wird das Rheinland-Klimacamp einen Fokus auf notwendige Diskussionen innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung legen, denn es ist wichtig, unsere Strukturen und Strategien zu reflektieren, um gemeinsam stärker zu werden. Neben Workshop-Programm sind zwei größere Treffen zu Gast:

  • 15.-17. August: „Structures for Change!“ CJA-Treffen.
    Alle internationalen Klimagerechtigkeitsgruppen sind eingeladen, in diesem Rahmen ihre Strukturen, ihre Entscheidungsfindung, ihre Fähigkeit, neue Leute einzubinden und stark zu werden, zu reflektieren. Auch um kollektive Resilienz, nachhaltigen Aktivismus und Stress-Prävention soll es gehen. Es wäre toll, wenn ihr euch vorab anmelden könntet. Fahrtkostenerstattung ist bei Anmeldung möglich.
  • 17.-19. August: „Strategiekonferenz“ der deutschen Klimagerechtigkeitsbewegung

Mehr Infos hier.

Klimacamp München (D) 5. – 9. September 2018

Auch in München findet dieses Jahr ein Klimacamp statt. Das erst Camp dort wird sich 2018 dem Thema Mobilität widmen. Es erwarten euch eine Vielfalt an Workshops und Vorträgen. Für die Anreise aus Österreich ist München ja besonders naheliegend. Möchtest du mit uns gemeinsam hinfahren, schreib ein Mail an info@systemchange-not-climatechange.at.

Alle Infos zum Camp gibt es hier.

Ende Gelände (D) 25. – 28. Oktober 2018

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten – nach dem Vorbild der erfolgreichen Blockaden 2015, 2017 im Rheinland und 2016 in der Lausitz. Ob protesterfahren oder nicht, alle sollen teilnehmen können: Wir werden technische Infrastruktur wie Schienen, Zufahrten oder Bagger blockieren um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden. Wir werden in der Blockade Strohsäcke mit uns führen, damit wir unsere Blockade bequem gestalten können. Mit vielfältigen Transparenten, thematischen Gegenständen und Plakaten machen wir die diversen zerstörerischen Folgen des Abbaus und der Verbrennung der Kohle sichtbar.

Wenn ihr euch für die Vernetzung zu Ende Gelände in Österreich interessiert oder mehr darüber wissen wollt, schreibt einfach an:

austria@ende-gelaende.org.

Mehr Infos hier.

Code Rood (NL) 24. – 31. August

Hier ist CODE ROOD gegen den Klimawandel!

Um Klimawandel zu stoppen müssen Öl, Gas und Kohle im Grund bleiben. Jedoch sind die Niederlande im Verzug, wenn es darum geht Klimawandel effektiv entgegenzutreten. In Bezug auf Export und Import von Öl, Benzin und Kohle zählen der Hafen von Rotterdam und Amsterdam zu den Größten der Welt. Während der Klimawandel stetig bedrohlicher wird, versagen die Politik und Industrie konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Darum schlagen wir  mit hunderten Menschen Alarm: Es ist Alarmstufe Rot für das Klima!

Eine massenhafte Aktion wurde für den 28. August angekündigt.

Mehr Infos hier.

COP 24 Katowice (PL) Dezember

COP 24 steht für die „24th Session of the of the Conference of the Parties to the United Nations Framework Convention on Climate Change“. Auch im Kontext dieser wird es umfangreiche Proteste und kreative Aktionen geben, um auf die Notwendigkeit eines sofortigen Handelns für die Eindämmung der Klimakrise sowie ein gutes Leben für alle und Klimagerechtigkeit zu unterstreichen.