Klimacamp bei Wien: Obersdorf bei Wolkersdorf 26. Mai – 2. Juni, 2019
Alle aktuellen Infos unter: Klimacamp.at

 

System Change, not Climate Change und das Klimacamp bei Wien

Seit 2016 organisiert System Change, not Climate Change ein Klimacamp bei Wien. Inspiriert durch die Teilnahme einiger Aktivist*innen auf deutschen Klimacamps kam die Idee auf, auch in Österreich ein Klimacamp zu etablieren. Mit den Jahren ist die Bekanntheit – parallel zu der von System Change, not Climate Change! allgemein – gewachsen und damit auch die Größe und der Umfang des Camps.

2016: 100 Teilnehmer*innen, 15 Workshops, 3 Bands, Flughafen-Aktionstag
2017: 240 Teilnehmer*innen, 27 Workshops, 9 Bands, 2 Podiumsdiskussionen, 1 Forumtheater, 1 Windrad-Workshop, Flughafen-Aktionstag
2018: 450 Teilnehmer*innen, 37 Workshops + Workshops in Barrios, 4 Bands, 1 Varieté, 1 Open Stage, 1 Podiumsdiskussion, 1 europäisches Vernetzungstreffen der Kampagne by2020weriseup, Climate Games zu Gast mit 18 kreativen Aktionen und über 200 Teilnehmenden

Das Camp fraß viele Ressourcen von System Change! und viel Druck und Arbeit lastete auf den Schultern von einigen wenigen Menschen. Wenn das Camp weiter stattfinden sollte und Aktivist*innen nicht im Burn-Out landen, musste sich etwas ändern.

 

Das Klimacamp-Baby wird erwachsen

So wurden der Prozess und die Strukturen der Klimacamp-Organisation 2019 neu aufgesetzt und breiter aufgestellt. Einerseits ging es darum, die Aktivist*innen von System Change, not Climate Change – und damit die gesamte Organisation – zu entlasten, um Energien für andere Projekte frei zu machen. Andererseits gab es das Anliegen, mehr Menschen aus anderen Kontexten einzubinden und neue Leute in die Klimagerechtigkeitsbewegung aufzunehmen.

Beides hat gut funktioniert! Im Laufe der Monate sind mehr als 50 Menschen in unterschiedlichen Graden von Engagement und Zeit-Commitment zum Team dazu gestoßen. Die nötigen Organisations-, Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen sind somit zu groß geworden, um innerhalb von System Change getragen werden zu können.

Daher ist das Klimacamp seit kurzem eine eigene Struktur, die in ihren Entscheidungen und finanziell unabhängig ist. Es gibt eigenständige Plena in beiden Gruppen, die jeweils öffentlich zugänglich sind. Beide Gruppen arbeiten in Arbeitsgruppen an ihren jeweiligen Themen.

Um stetigen Austausch und strategische Kooperation zu gewährleisten wurde eine gruppenübergreifende Arbeitsgruppe institutionalisiert. Diese Gruppe trifft sich zweimal im Jahr, um strategische Absprachen bzgl. Datum, Location und inhaltliche Ausrichtung zu besprechen. System Change! gestaltet weiterhin beim Programm das Klimacamps mit, so wird es auch 2019 ein eigenes System Change! Grätzel geben.

 

Das Klimacamp als Plattform für die Bewegung für Klimagerechtigkeit.

Das Camp ist somit, mehr als noch in den Jahren zuvor, zu einer unabhängigeren Plattform für die gesamte Klimagerechtigkeisbewegung geworden. Organisationen wie Nyéléni und Attac sind historisch schon eng mit dem Camp verbunden, wir möchten jedoch nun auch vermehrt Infrastruktur für andere österreichische und internationale Gruppen bereitstellen, Austausch und strategische Planung fördern.

Die europäische Kampagne by2020weriseup wird vermutlich wieder bei uns am Camp zu Besuch sein. Auch entstehende Gruppen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion laden wir gezielt ein, um das Camp also Ort der Vernetzung und Planung zu nützen.

System Change, not Climate Change! und das Klimacamp bei Wien
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