Wien, 30.09.2018 – Zeitgleich mit Protesten im nordrhein-westfälischen Hambacher Forst, in Berlin und München demonstrierten heute 200 Menschen in Wien für die Erhaltung des artenreichen Waldgebietes und einen internationalen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. „System Change, not Climate Change!“ hatte um 14:00 Uhr zur Kundgebung am Platz der Menschenrechte aufgerufen, der sich Aktivist_innen von Greenpeace Österreich, der Bürger_inneninitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ und Linkswende jetzt anschlossen.

„Das Ökosystem des Hambacher Walds ist 12.000 Jahre alt und Lebensraum für viele bedrohte Arten. Geht es nach dem Energiekonzern RWE und der nordrhein-westfälischen Landesregierung soll dieses Naturjuwel nun gänzlich dem schmutzigen und klimaschädlichen Braunkohleabbau weichen.“, kritisiert Laura Grossmann von „System Change!“. „Wir unterstützen daher den wichtigen Widerstand der Waldbesetzer_innen, Anrainer_innen und NGOs, die sich seit Jahren gegen die weitere Ausbreitung des Hambacher Braunkohletagebaus engagieren.“

„Auch hierzulande unterstützt die schwarz-blaue Bundesregierung klimaschädliche Monsterprojekte wie die Dritte Piste am Wiener Flughafen und die Lobauautobahn. Mithilfe des geplanten  Standortentwicklungsgesetzes sollen solche Projekte in Zukunft noch schneller genehmigt werden können. Damit reagiert Schwarz-Blau auf den hartnäckigen Widerstand gegen den Ausbau des Wiener Flughafens und bedient Profitinteressen von Wirtschaft und Industrie“, so „System Change!“-Aktivistin Marilen Lorenz.

„System Change, not Climate Change!“ fordert einen sofortigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen: „Angesichts der steigenden Temperaturen in der Atmosphäre und der bereits spürbaren Folgen des Klimawandels ist der weitere Ausbau fossiler Infrastruktur weder in Deutschland noch in Österreich zu verantworten. Die Politik heizt so die Klimakrise weiter an und gefährdet die Existenzgrundlagen und  das Leben von Menschen in Österreich und weltweit“, so Laura Grossmann abschließend.

Hintergrund: Der Hambacher Forst ist seit sechs Jahren von Umweltaktivist_innen besetzt. Sie verteidigen das einzigartige Waldgebiet gegen Rodungen für den Braunkohleabbau durch den Energiekonzern RWE. Seit Mitte September finden im Hambacher Forst Rodungen und Räumungen der Waldbesetzung statt, bei denen bereits ein Journalist tödlich verunglückt ist und weitere Aktivist_innen schwer verletzt wurden. Der betroffene Braunkohletagebau gehört zum Rheinischen Braunkohlerevier, der größten CO2-Schleuder Europas.

 

„System Change, not Climate Change!“-Protest in Wien für den Erhalt des Hambacher Forsts und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen!
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