Wien, 19. Jänner: – Pünktlich um 20:38 fuhr am Sonntag Abend der erste Nachtzug der neuen Verbindung der ÖBB von Wien nach Brüssel ab. Aktivist*innen der Klimaaktionsgruppe „System Change, not Climate Change!“ versammelten sich mit Schlafsäcken und im Pyjama am Wiener Hauptbahnhof um diesen Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen Transportsystems zu feiern.

„Wir begrüßen die Initiative der ÖBB. Der Ausbau von Nachtzugverbindungen ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um klimaschädliche Kurzstreckenflüge in Europa durch attraktive Nachtzüge zu ersetzen! Züge statt Flüge!“, so Nino Gamsjäger von „System Change!“. Nachtzüge sind eine wichtige Alternative zum Bau einer 3. Piste am Flughafen Wien. Gleichzeitig bedarf es vieler weiterer politischer Maßnahmen, um das Anheizen der Klimakrise durch den Flugverkehr einzudämmen.

19.01. Nachtzug Wien Brüssel
„In Zeiten der Klimakrise braucht es statt der 3. Piste am Flughafen Wien, dem klimaschädlichsten Megaprojekt Österreichs, eine rasche Reduktion von Flügen. Die von der neuen Regierung vorgeschlagene pauschale Flugticketabgabe ist angesichts der Klimakrise weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Mira Kapfinger von „System Change!“. Für Langstreckenflüge, die aufgrund der weiten Distanzen insgesamt klimaschädlicher sind als Kurzstreckenflüge, würde die vorgeschlagene Pauschale die Abgabe sogar verringern.

„Auch CORSIA, das von der Regierung unterstützte CO2-Kompensationsprogramm der Luftfahrt, trieft vor Greenwashing und stellt lediglich einen Freifahrtschein für weiteres Flugwachstum dar!“, so Kapfinger weiter. Um klimaschonende Mobilität flächendeckend zu ermöglichen, muss internationales Reisen mit dem Zug für alle Menschen leistbar werden – was durch die Abschaffung der ungerechten Steuerprivilegien für den Flugverkehr und eine zweckgebundene Verwendung der dadurch gewonnenen Mittel finanzierbar wäre. „Neben einer längst fälligen Steuer auf Kerosin müssen zusätzliche Schritte gesetzt werden, um zu verhindern, dass Fliegen noch stärker zu einem Privileg für einige wenige reiche Vielflieger*innen wird. So wäre eine Steuer auf Vielfliegen eine sozial gerechte Maßnahme: Je mehr jemand fliegt, desto höher wird die Steuer“, so Kapfinger.

Fotos zur freien Verfügung bei Namensnennung (Credit: Kai Festo): https://flic.kr/s/aHsmKQtomu

„System Change, not Climate Change!“ ist Gründungsmitglied des globalen Netzwerks Stay Grounded, das sich für eine rasche Reduktion von Flugverkehr und für ein gerechtes Transportsystem einsetzt. Der Nachtzug in Brüssel wird ebenfalls von Mitgliedern von Stay Grounded begrüßt.

Kontakt und Rückfragen:
Luise Bacher
presse@systemchange-not-climatechange.at
+43 650 6352324

Presseaussendung: Nachtzug Wien Brüssel – Klimaaktivist*innen feiern neue Verbindung
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