„System Change!“ thematisiert Klimakrise auf der Donnerstagsdemo in Wien

Wien, 06.12.2018 – Während im polnischen Katowice der UN-Klimagipfel tagt, protestierten heute in Wien 5000 Menschen im Rahmen der Donnerstagsdemo gegen die desaströse Klimapolitik der schwarz-blauen Bundesregierung. Organisiert wurde die 10. Donnerstagsdemo von der Initiative „Wieder Donnerstag“, gemeinsam mit „System Change, not Climate Change!“.

Der erste Zwischenhalt der Demonstration war das von Norbert Hofer geführte Verkehrs- und Infrastrukturministerium: „Der Verkehr ist der größte Klimakiller Österreichs. Mit Tempoerhöhungen auf Autobahnen und der Unterstützung von Großprojekten wie dem Lobautunnel und der dritten Piste am Wiener Flughafen, baut die Regierung fossile Infrastruktur weiter aus und heizt die Klimakrise zusätzlich an. Wir werden uns dieser Zerstörung, wie etwa in der Lobau, entschieden in den Weg stellen!“, kritisiert Lina Kaunitz von „System Change!“. 

Mehrere weitere Redner*innen schilderten im Verlauf der Demonstration wie die Klima– und Verkehrspolitik der Bundesregierung nicht nur das Verfehlen nationaler Klimaziele zur Folge hat, sondern sie auch in ihrem Alltag direkt betrifft: durch negative Auswirkungen auf die Gesundheit, die Gefährdung von Existenzgrundlagen, oder enormer Lärmbelastung.

„Die dieswöchige Donnerstagsdemo macht deutlich, dass es sich bei der Klimakrise in erster Linie um eine enorme Gerechtigkeitskrise handelt, die Hand in Hand geht mit den ausgrenzenden, entsolidarisierenden Politiken von Schwarz-Blau in anderen Themenfeldern. Heute haben wir gezeigt, dass wir uns dadurch nicht aufhalten lassen, dass wir Klimagerechtigkeit gemeinsam erstreiten und dafür Schwarz-Blau aus dem Verkehr ziehen werden“, so Michaela Moser (von do!).

Die Donnerstagsdemo zum Thema Klimakrise war Teil einer Reihe weiterer Auftaktaktionen über Europa hinweg, mit denen unter dem Namen „By 2020 we rise up“ zivilgesellschaftliche Organisationen über die kommenden zwei Jahre zu einem massenhaften Aufstand für Klimagerechtigkeit mobilisieren werden. „Wenn zwischenstaatliche Verhandlungen auf internationaler Ebene zu keinen angebrachten Maßnahmen führen, um zu verhindern, dass die rote Linie der 1,5°C überschritten wird und alles was Schwarz-Blau als Antwort auf die Klimakrise zu bieten hat ‚grüne Lügen‘ sind, dann muss die Zivilgesellschaft die Sache selbst in die Hand nehmen, um auf eine klimagerechte Gesellschaft und ein gutes Leben für alle hinzuarbeiten“, so Kaunitz weiter.

Fotos: https://flic.kr/s/aHsmuQAUW2

Rückfragehinweise:
System Change, not Climate Change!
Iris Frey :  +43 650 6352324 
presse@systemchange-not-climatechange.at

Do! Donnerstagsdemonstration
Michaela Moser: +43 676 5442646
info@wiederdonnerstag.at



Presseaussendung: „Schwarz-Blau aus dem Verkehr ziehen!“
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