System Change not Climate Change fordert Aus für fossile Großprojekte
Wien, 26.11.2025 – Gestern zu später Stunde sagte der Flughafen Wien den seit 1996 geplanten Bau der 3. Piste ab. Offizielle Begründung waren die explodierenden Baukosten. Ausbaupläne für die existierenden Pisten sollen jedoch erarbeitet werden. “Die Absage der 3. Piste ist ein Erfolg für die Klimabewegung und Anrainer*innen. Österreich hat ein Milliardengrab weniger. Angesichts der eskalierenden Klimakrise müssen jedoch alle Ausbaupläne sofort eingestellt werden. Es braucht weniger, nicht mehr Flüge und eine sichere Landung für alle Beschäftigten”, fordert Barbara Bacher von System Change not Climate Change. Die Klimagerechtigkeitsgruppe schloss sich nach ihrerer Gründung 2015 dem langjährigen Widerstand von Anrainer*innen gegen die Dritte Piste an.
Wiener Flughafen braucht Gerechten Umbau
Die Passagierzahlen am Flughafen Wien stiegen zuletzt konstant. Die klimaschädlichen Emissionen des Flugverkehrs sind dieses Jahr laut VCÖ auf Basis des in Österreich getankten Kerosins mit rund 1,5 Millionen Tonnen auf einen neuen Halbjahres-Höchstwert gestiegen. Legt man den vom Umweltbundesamt empfohlenen Emissionsfaktor von 2,7 an, um deren gesamte Klimawirkung zu berücksichtigen, dann ist damit der Flugverkehr für etwa 12 % der klimaschädlichen Emissionen Österreichs verantwortlich.
Vor diesem Hintergrund ist die Absage der Dritten Piste eine willkommene Ankündigung. “Es braucht eine sichere politische Notlandung aus dem Crashkurs mit mehr Flügen und mehr Autobahnen: Jobs müssen gut umgeschult werden, versiegelte Böden entsiegelt, Flüge auf die Schiene gebracht und fruchtbare Böden erhalten bleiben”, fordert Bacher. “Jetzt ist ein guter Moment auch andere fossile Monsterprojekte wie die Lobau-Autobahn oder die A26 endgültig zu beenden. Sie alle stehen einem guten Leben für alle im Weg”, ergänzt System Change not Climate Change.
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